Haus des Sehens - VMV-Neuro-Brille

Kontakt

HAUS DES SEHENS
Martin Mütsch GmbH
Obertorplatz 4
Eingang Xylanderstr.
76829 Landau 

TEL: 06341 9946644
FAX: 06341 9946655

Öffnungszeiten

Montag
14.00 - 18.30 Uhr

Dienstag - Freitag
09.00 - 13.00 Uhr
14.00 - 18.30 Uhr

Montag Vormittag
und Samstag nach
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Preise und Nominierungen Haus des Sehens

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Vom Erstgespräch bis zur wirklichen Hilfe nach einem Schlaganfall benötigen wir zwei bis drei Stunden.

Ablauf der VMV-Spezialanpassung

Das VMV-Konzept beinhaltet zehn Schritte zur Beratung und erfolgreichen Anpassung:

VMV Brille Erstgespräch VMV-Brille Messung Fehlsichtigkeit VMV-Brille Messung Winkelfehlstellung VMV-Brille Sichtfeldkorrektur 
VMV-Neuro-Brille Prüfung Yogmen Prismen VMV-Neuro-Brille Rechnerische Ermittlung VMV-Neuro-Brille Anpassung VMV-Neuro-Brille Passgenauigkeit
VMV-Neuro-Brille Kontrollverfahren VMV-Neuro-Brille Sehtraining VMV-Neuro-Brille 10 Schritte

1. Erstgespräch mit ausführlicher Anamnese

Das Gespräch dient dazu, die Situation des Betroffenen zu erfassen. Die Beschreibung des bisherigen Weges vom Eintritt des Schlaganfalls bis heute liefert entscheidende Informationen. Besonders wichtig sind hierbei die eigene Einschätzung und Wahrnehmung des Krankheitsbildes durch die betroffene Person. Relevant sind auch die Schilderungen von Personen im Umfeld. Ehepartner, Kinder etc. nehmen durch den ständigen Kontakt mit den Betroffenen oftmals Dinge wahr, die diese selbst nicht bemerken, die jedoch für die Gesamteinschätzung der Alltagssituation sehr wichtig sind.

Um ein optimales Ergebnis der Anpassung erzielen zu können, klären wir im Schritt 1  gemeinsam mit dem Kunden und seinem Umfeld deren Erwartungen, Bereitschaft und Motivation zur Verbesserung mit Hilfe des Verfahrens VMV. Die Anamnese erfolgt anhand eines speziell erstellten Diagnosebogens. Dieser beinhaltet Fragen zum Krankheitsbild, zu den Symptomen, sonstigen vorliegenden Krankheiten etc.

Mit eigens für das Verfahren entwickelten Übungen und Instrumenten testen wir folgende Dinge: die persönliche Mitte, die Raumempfindung, Fixation von bewegten Objekten, kognitive/visuelle Probleme, das Führungsauge usw. So erhalten wir die Basis für eine genauere Einschätzung.

Daneben konzentrieren wir uns auf die Körperhaltung und Motorik. Wir beobachten und klären mit dem Kunden – bzw. seiner Begleitperson – ob es eine „Problemseite“ gibt und wie ausgeprägt sich dies im Alltag zeigt. Kopfhaltung, Hüftstellung und die Fähigkeit des Betroffenen, einen Punkt zu fixieren, sind weitere wichtige Aspekte. Das Störungsbild kann sich uns auch darin zeigen, welche motorischen Abläufe der Betroffene selbständig verrichtet bzw. wo er Hilfe braucht.

2. Automatische Refraktion

Nun folgt eine automatische objektive Refraktion, die einen ersten Hinweis auf die Höhe der Fehlsichtigkeit gibt (in Bezug auf Myopie, Hyperopie oder Astigmatismus). Diese Messung dauert nur wenige Sekunden und hilft, die anschließende subjektive Refraktion nach der Mess- und Korrektionsmethode nach Haase (MKH) wesentlich zu verkürzen. Das schont  die Konzentrationsphasen der Betroffenen.

3. Refraktion nach MKH (Mess,- und Korrektionsmethode nach Haase)

Bei der Mess- und Korrektionsmethode nach Haase (MKH) wird zusätzlich zu einer genauen Brillenglaskorrektion eine eventuelle Heterophorie (latentes Schielen) erkannt und korrigiert. Notwendig ist diese Korrektur bei auftretenden Doppelbildern oder asthenopischen Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen.

4. Auswahl geeigneter Yoged Prismen zur Sichtfeld-Korrektur

Mit dem Ausschluss-Test-Verfahren (ATV) wird die Höhe und Richtung von sogenannten Yoged Prismen (Spezialprismen) bestimmt. Als Ergebnis kann die vom Kunden gefühlte Körpermitte seiner tatsächlichen Körpermitte angepasst werden.

Darüber hinaus kann ein bisher nicht wahrgenommener Bereich des Gesichtsfeldes wieder in den sichtbaren Bereich verschoben werden. Beim sogenannten „Neglect“ (sich einer Körperhälfte nicht bewusst sein) und/oder einer „Hemianopsie“ (Gesichtsfeldausfall) wird die bisher unterdrückte bzw. nicht sichtbare Seite ins wahrnehmbare Gesichtsfeld gerückt.

5. Prüfung der Yoged Prismen

Durch ständiges Vergleichen unterschiedlichster Parameter - auch bezüglich der Motorik -  wird eine maximale Verbesserung erreicht. Oftmals lässt sich schon jetzt eine bessere Kopf- und/oder Hüftstellung beobachten.

6. Rechnerische Ermittlung der VMV-Korrektion

Nach einem klar definierten Verfahren werden nun die unterschiedlichen Ergebnisse in Bezug auf Fehlsichtigkeit, Winkelfehlstellung und Spezialprismen in Verbindung gesetzt. Das Ergebnis ist ein Gebrauchskorrektionswert, der in eine entsprechende Brillenfassung eingeschliffen wird. Dabei werden auch die Kopf- und/oder Hüftstellung, die Pupillendistanz und der Abstand zwischen Augenhornhaut und Brillenglas berücksichtigt.

7. Fertigung der VMV-Neuro-Brille

Nach Fertigstellung der Brille erfolgt der spannendste Moment für den Kunden und sein Umfeld. Denn es zeigt sich:

  • was sich direkt nach dem Aufsetzen der Brille verändert (bezüglich Motorik und eigener Sicherheit)
  • ob die „gefühlte“ Raumwahrnehmung mit dem tatsächlichen Raum identisch ist

Eventuell wagt der Kunde direkt die ersten eigenständigen Gehversuche.

8. Übungen

Durch bestimmte Übungen wird getestet, wie der Kunde mit der Brille zurechtkommt und ob die gewünschten Erwartungen schon zu diesem frühen Zeitpunkt eintreten bzw. sich erste Anzeichen hierfür zeigen.

Anhand diverser Methoden wird geprüft, inwieweit sich die bisher erfolgte Korrektur positiv auf verschiedene Alltagssituationen auswirkt. Wir beobachten und vergleichen hierbei die Ausgangssituation und die neue Situation.

Gemeinsam definieren wir anschließend die Dauer der notwendigen Eingewöhnungszeit.

9. Prüfung und Kontrolle

Über die kommenden Wochen und Monate besteht ein regelmäßiger Austausch mit dem Kunden. Martin Mütsch ist gerne ständiger Ansprechpartner um Fragen zu klären, gemachte Erfahrungen zu besprechen und die Brille – soweit erforderlich - entsprechend des Genesungsprozesses anzupassen.

Nach der Anpassung einer VMV-Neuro-Brille ist auch der Austausch zwischen den behandelnden Ärzten und/oder Reha-Therapeuten und uns sehr wichtig. Denn dieser Austausch kann zu einem größeren Erfolg der weiteren Entwicklungsschritte beitragen.

10. Endanpassung und Augentraining

Durch die bisher durchgeführten Übungen und Kontrollen können nun abschließende Anpassungen vorgenommen werden. Darüber hinaus kann auch ein spezielles Augentraining den Erfolg fördern. Hierbei bedienen wir uns unserer Erfahrung als Sehtrainer.

Lassen Sie sich gemeinsam mit Ihren Angehörigen von uns individuell beraten. Die VMV-Neuro-Brille kann nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderweitigen Hirnschädigungen enorme Verbesserungen und Entlastung in Ihren Alltag bringen.

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